Dreimonatskoliken: verstehen und lindern

Intensives Weinen, oft am Abend, bei einem ansonsten gesunden Baby: das ist das klassische Bild von Koliken, die viele Säuglinge zwischen 2 Wochen und 3-4 Monaten betreffen.
Was man über die Ursachen weiß
Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, aber ein unreifes Verdauungssystem und erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Reizen gelten als wahrscheinlichste Erklärungen. Es ist weder die Schuld der Eltern noch ein Zeichen eines ernsten Problems.
Was beim Beruhigen hilft
- Tragen, im Tuch oder in der Trage, beruhigt oft besser als Hinlegen
- Weißes Rauschen oder ein sanftes, gleichmäßiges Geräusch kann beruhigend wirken
- Den Bauch sanft im Kreis massieren, im Uhrzeigersinn
Wann man zum Arzt sollte
Wenn das Weinen mit Fieber, Erbrechen oder Gewichtsverlust einhergeht, oder wenn die Intensität ungewöhnlich erscheint, sollte man einen Arzt aufsuchen. In den meisten Fällen verschwinden Koliken von selbst um den 4. Monat.
Die Aufstoß-Technik, oft übersehen
Ein schlecht gemachtes Aufstoßen lässt Luft eingeschlossen, was genau die Art von Unbehagen verursacht, die mit Koliken verbunden wird. Lass das Baby zur Mahlzeitmitte und am Ende aufstoßen, aufrecht an der Schulter gehalten, mit kleinen festen Klopfern auf den Rücken statt sanftem Streicheln.
Der Zusammenhang mit der Ernährung der Mutter
Beim Stillen werden manche Lebensmittel (Kohl, Zwiebeln, Milchprodukte bei manchen empfindlichen Babys) manchmal ohne solide, konsistente wissenschaftliche Beweise beschuldigt. Bevor man Lebensmittel streicht, sollte man besser mit einer Fachperson sprechen, statt die Ernährung wahllos einzuschränken.
Diese Wochen sind anstrengend: Mit Kickoala kann das Umfeld konkret unterstützen, etwa mit Haushaltshilfe oder fertigen Mahlzeiten, statt unnötigen Gegenständen.




